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 Betreff des Beitrags: Rückkehr...
BeitragVerfasst: So Mai 30, 2010 4:49 pm 
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Lange war es her. Das war der erste Gedanke der ihm durch den Kopf schoss, als er an diesem verregneten Tag auf dem Hügel stand. Er machte einen zögernden Schritt auf das Haus zu und blieb dann erneut stehen. Es herrschten unwirkliche Lichtverhältnisse. Der Himmel war voll und ganz von dunklen Wolken bedeckt aus denen es unäblässig regnete und die seine ganze Umgebung in ein unnatürliches Dunkel tauchte.

Tiberias ging langsamen Schrittes durch den Regenschleier weiter. Bedächtig schob er die Kapuze seines schweren Reisemantels zurück und betrachtete das schaukelnde Schild über der Tür. Der Name der darauf stand rief unzählige Erinnerungen in ihm wach, sowohl schöne als auch weniger schöne Momente blitzten vor seinem geistigen Auge erneut auf. Das Holz der Tür fühlte sich rissig an als er mit den Fingern darüber strich.

Diese Tür würde vermutlich für immer verschlossen bleiben und doch war er noch ein letztes Mal gekommen um sich all dessen zu erinnern, was ihn mit dieser Taverne verband.Tiberias hatte keine Ahnung was aus den anderen geworden war und er rechnete nicht unbedingt damit Robin oder einen der anderen hier wieder zu treffen.

Er stand einfach nur dort vor der Weltenschmiede im Regen, auf seinen Zügen dann und wann ein Lächeln, wenn er sich erneut an etwas erinnerte...

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Zuletzt geändert von Tiberias am Mi Mai 04, 2011 5:06 pm, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: So Mai 30, 2010 9:13 pm 
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Wirtin der Taverne
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Vollkommen durchnäßt vom Regen der unablässig vom Himmel fiel, ging sie ganz langam über den Hof der Taverne auf die Hintertür zu, von der sie als einzigstes noch einen Schlüssel hatte. Sie lächelte, als sie daran dachte, wie sie die Taverne das erste Mal betreten hatte.
Sie lächelte bei dem Gedanken, wie sie damals mit dem Knecht zusammen, das Tavernenschild aufhängte. Sie wußte nicht was aus ihm geworden oder den anderen geworden ist.

Mit den Gedanken in der Vergangenheit, schloß sie mit Mühe die von der Witterung leicht verzogene Tür auf. Muffiger Geruch schlug ihr entgegen. Sie suchte in dem Dunkel nach einer Kerze. Wenn sie, sie erst einmal angezündet hätte, würde es ihr vielleicht auch nicht mahr ganz so kalt und unwirklich vorkommen. Die Kerze war genau dort auf dem Tisch, wo sie stand, als sie alle geneinsam die Taverne verlassen hatten, um ein wenig in der Welt herum zu reisen.
Sie schüttelte heftig den Kopf, als wolle sie etwas abschütteln.

Mit der Kerze in der Hand ging sie zu Feuerstelle, an der noch alles lag zum Feuer machen. Während sie das Feuer entfachte, war sie froh, daß anscheinend niemand in der Taverne eingebrochen war. Als das Feuer genug brannte um nich gleich wieder auszugehen, ging sie Wasser holen, um sich wenigstens noch einen Tee bereiten zu können, bevor sie es sich für heute hier unten an der Feuerstelle bequem machen würde.

Der Regen schlug ihr kalt ins Gesicht und sie war froh, zu wissen, daß sie heute ein Dach über dem Kopf hatte und sie nicht wieder irgendwo in einer Mulde im Wald würde schlafen müssen. Sie verscchloß sorgfältig die Tür und während das Wasser heiß wurde, nahm sie die Kerze in die eine Hand und einen Dolch in die andere und ging langsam in den Schankraum. Alles sah aus, als würde es auf etwas warten. Sie wußte nur nicht auf was. Die Erinnerungen, die ihr hier kamen, schienen sie beinahe zu überwältigen. Sie starrte auf die Stelle am Schanktisch, die sein Lieblingsplatz war. Beinahe meinte sie ihn vor sich zu sehen, ganz so als wäre er hier, sie meinte ihn fast fühlen zu können. Ruckartig drehte sie sich um und ging wieder in die Küche, die dank des Feuers jetzt schon etwas wärmer und wohnlicher wirkte.

Sie goß sich den Tee auf, den sie noch hatte und holte das letzte Brot und ein klines Stück Käse aus ihrem Gepäck, rollte ihre Decken auf und legte sie auf eine alte Strohmatratze die sie vor das Feuer zog und ließ sich erschöpft darauf nieder. Eingewickelt in die Decken schlummerte, bevor sie den Tee ganz ausgetrunken hatte mit einem Lächeln auf den Lippen ein...

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: Mo Mai 31, 2010 2:28 pm 
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Etwas am Anblick der Taverne störte ihn und riss ihn gleichsam aus seinen Gedanken. Es dauerte eine ganze Weile bis sich Tiberias auch darüber im Klaren war, was denn genau nicht stimmte. Er meinte Feuerschein durch die Ritzen der Tür zu sehen und als wäre das nicht genug drang auch ein leises Prasseln an sein Ohr.

Unsinn! dachte er bei sich und versuchte das was er sah und hörte als ein Produkt seiner Fantasie abzutun. Irgendwie hatte er das Gefühl, nicht mehr allein zu sein und an diesem Gefühl zweifelte er schon weniger, da es ihn in den meisten Fällen nicht trog.

Dem musste er nun doch nachgehen. Langsam umschritt Tiberias das Wirtshaus bis er am rückwärtigen Ende angelangt war und sah sich erneut um. Der Hof lag so verlassen und still da wie er es vermutet hatte und auch das was er von dem Badehäuschen durch den Regenschleier erkennen konnte, deutete nicht unbedingt darauf hin, dass es in letzter Zeit benutzt geschweige denn überhaupt betreten wurde.
Nichtsdestotrotz flackerte es noch immer. Er versuchte zwar einen Blick durch die Fenster zu erhaschen, doch die waren nach der langen Zeitspanne so verstaubt, dass er außer einem vagen Lichtschein nichts erkennen konnte.

Darauf bedacht keine unnötigen Geräusche zu verursachen, schließlich wusste er nicht, wer es sich dort drinnen gemütlich gemacht hatte, ging er zur Hintertür und drückte prüfend die Klinke nach unten. Tatsächlich öffnete sie sich, obwohl der Schlüssel noch in ihr steckte, als ob jemand hätte richtig abschließen wollen, dies aber nicht getan hatte, mit einem Knarzen, das ihm bei der vollkommenen Stille im Haus richtiggehend in den Ohren dröhnte.

Drinnen folgte er dem Flackern und Prasseln zu dem sich mittlerweile das Geräusch von gleichmäßigen Atemzügen eines Schlafenden gesellt hatte bis zu seinem Ursprung.

Verblüfft blieb Tiberias stehen und sah auf die Gestalt hinab, die es sich vor dem Feuer gemütlich gemacht hatte. Sie hatte bestimmt nichts dagegen, wenn er sich zu ihr gesellte dachte er sich lächelnd, zog etwas umständlich und mit starren Fingern seinen nassen Mantel aus und legte ihn nahe ans Feuer. Erst jetzt merkte er wie kalt es eigentlich draußen gewesen war.

Tiberias schüttelte sein nasses schwarzes Haar etwas und strich sich dann einige Strähnen aus dem Gesicht. Er hatte es vermisst hier zu sein, hatte es vermisst mit den anderen zusammen den Alltag zu bestreiten und natürlich hatte er es ganz besonders vermisst, mit Akarin, die friedlich schlummerte zu sammen zu sein.

Lächelnd lehnte er sich an die Wand und genoß die Wärme...

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: Mo Mai 31, 2010 5:37 pm 
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Wirtin der Taverne
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Ihre Augen rollten wie wild unter den geschlossenen Liedern. Ihre Hand fuhr tastend über den Boden und aus ihrer Kehle drang ein unterdrücktes Knurren.
Ihre Hand schloss sich um den Dolch und mit einem Ruck sprang sie auf und endeckte den Mann, der neben ihrem Lager saß und sie angrinste.

Ah, du bist es

sagte sie mit eigenartig erstickter Stimme, bevor sie sich zu ihrern vollen Größe aufrichtete, was nicht viel ausmachte, um dann ganz langsam nach hinten über zu kippen und in Ohnmacht zu fallen.

Sie bemerkte nicht mehr, daß sie mit dem Kopf und Rücken gegen die Wand stieß und daran herunter rutschte. Auch den ungläubigen Blick von Tiberias erfasste sie nicht mehr. Eine gnädige Schwärze umfing ihr Bewustsein, wie ein Seidentuch, daß sich sanft um ihre Schultern legte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: Di Jun 01, 2010 2:25 pm 
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Er hat eigentlich nicht damit gerechnet, dass sie überhaupt aufwachte, umso überraschter war er als sie dies auch tat, nur eben völlig anders als üblich.

Direkt aus dem Albtraum, mit dem sie soeben zweifelsohne gerungen hatte erwacht, sprang sie auf, zückte ihren Dolch den sie vermutlich schon die ganze Zeit über in den Händen oder in Griffnähe gehabt hatte, nuschelte etwas und kippte sodann nach hinten.

Selbst wenn er darauf vorbereitet gewesen wäre hätte er wahrscheinlich nicht mehr die Zeit gehabt irgendwie zu reagieren, so bestand seine einzige Reaktion nur aus einem ungläubigen Blick. Als sie an der Wand herunterrutschte löste er sich endlich aus seiner Erstarrung und machte einen erschrockenen Satz nach vorn um sie wenigstens noch auffangen zu können.

Sofort sah er, dass sie das Bewusstsein verloren hatte, daher wandte er seine Aufmerksamkeit ihrem Kopf zu auf dem sich bereits eine größer werdende Beule abzeichnete. Vorsichtig tastete er ihren Kopf weiter ab, merkte erleichtert, dass ansonsten alles in Ordnung war und bettete ihn kurzerhand auf seinen zum Kissen umfunktionierten, noch immer etwas feuchten Umhang. Die kühle Feuchte im Nacken würde ihr helfen wieder zu sich zu kommen.

Nun da er den ersten Schrecken über die unerwartete Reaktion überwunden hatte, schlich sich schon wieder ein leises Lächeln auf seine Züge.

Vielleicht schaffen wir es ja das nächste Mal wenn du aufwachst, ein paar Worte miteinander zu wechseln meine Liebe. flüsterte er grinsend, wohlwissend, dass sie es irgendwie gehört hatte...

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: Mi Jun 02, 2010 7:40 pm 
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Es hörte einfach nicht auf zu regnen. Strippen fielen vom Himmel und Robin war durchgenässt bis auf die Haut.
Die Laute und das Säckchen voll Gold hatte er sich um den Bauch gebunden, den Mantel fest zugeschnürt. Trotz allem kroch die Kälte die Glieder hoch und Robin blickte auf die grossen Löcher in seinen ledergeflickten Schlappen.
Neue Schuhe wären schön. Etwas zu essen noch besser. Und endlich Wärme.

Zwischen den Tannen konnte er den Eingang zu einer Höhle entdecken. Sie sah düster aus, aber er konnte sich etwas unterstellen.

Robin schlich hinein, schüttelte die Tropfen aus seinem Mantel und ging noch ein paar Schritte. In eine dunkle Ecke gepresst liess er sich auf den Boden gleiten und legte seinen Kopf an den Felsen.
Ein angenehmer Felsen, zwar ein etwas muffiger Geruch, aber weich, fast kuschelig, ein leichtes Brummen kam aus ihm hervor.

Robin schloss die Augen und genoss einen Augenblick die Trockenheit und die Wärme, die von dem Felsen ausging.
Dieser regte sich leicht, brummte etwas lauter und....

Robin riss die Augen auf
Ein brummender weicher Felsen?
Ruckartig drehte Robin sich um und blickte in die grossen dunkelschwarzen Augen des Bären.

Und dann sprang er auf. Rannte. Rannte um sein Leben
Das Brummen kam näher, wurde zum Brüllen.

Robin rannte so schnell ihn die Füsse trugen.
Der Regen peitschte, das Gras war nass und rutschig.
Fast stolperte er über die Baumwurzeln, als der Wald sich lichtete.

Der Atem des Bären im Nacken standen Robin die Haare zu Berge .
Er betete, er schrie
"Gott hilf"

Dort ein Haus, es kam ihm bekannt vor. Keine Zeit zu denken. Der Kopf leer, die Panik in jedem Tropfen Schweiss in seinem Gesicht.

Die Tatze des Bären sauste um Haaresbreite an ihm vorbei.

Hilf doch so hilf.
Oh Gott zeig dich.

Das Haus in der Nähe, zum Greifen nahe und der Atem des Bären an Robins Ohr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: Mi Jun 02, 2010 8:48 pm 
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Wirtin der Taverne
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Blinzelnd erwachte sie aus ihrer Ohnmacht und öffnete lächelnd die Augen. Der zärtliche Blick mit dem Tiberias sie ansah, ließ sie sich augenblicklich aufrichten, um sich in seine Arme zu werfen, nach denen sie sich so gesehnt hatte.

Sie sah Sterne und die Tränen schossen ihr sofort in die Augen, als ihre Nase hart gegen sein Kinn schlug, bei diesem panischen angstvollen Schrei, der ihnen in dem Moment einen Schauer über den Körper jagdte und beide heftig zusammenzuckten ließ.

Augenblicklich waren sie auf den Beinen um nach ihren Waffen zu greifen, und der Ursache dieses Schreis zu sehen.
Das Brüllen, daß dem Schrei folgte, ließ nicht gutes erahnen.
Trotz der Schmerzen in der Nase, blinzelte Akarin die Tränen aus den Augen und folgte Tiberias zur Tür.
Kaum war die Tür ein Stück weit geöffnet, prallte ein großer Körper gegen Akarin und riss sie nach hinten um und fiel schwer über sie.

Wütendes Gebrüll, heftiges gepolter ließen Akarin in Panik auf den Körper einschlagen,der sie auf dem Boden hielt.
Sie konnte sehen wie Tiberias an der Tür mit einem riesigen Bären kämfte und große Mühe hatte, zu verhindern, daß der Bär duch die Tür ins Innere kam. Sie mußte zu ihm, um ihm zu helfen......

Geh runter von mir

brüllte sie den Kerl an, umklammerte mit der rechten Hand den Schwertgriff und kroch auf allen vieren endlich zur Tür wo Tiberias immer noch mit dem Bären rang.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: Do Jun 03, 2010 4:11 pm 
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Ein Moment, nur ein kleiner Moment der Zärtlichkeit war ihnen beiden vergönnt und dieser endete genau so plötzlich wie die ersten angsterfüllten und panischen Schreie erklangen.

Das tiefe Grollen, dass die Schreie begleitete, veranlasste sie beinahe synchron dazu ihre Schwerten zu ziehen und zur Tür zu stürzen. Er konnte von draußen das Näherkommen von schnellen und irgendwie leichtfüßigen Schritte ebenso vernehmen wie die Annäherung kaum weniger schneller jedoch ungemein schwererer Schritte.

Tiberias hatte eine ungefähre Vorstellung davon, was er sehen würde, wenn er die Tür öffnen würde und doch übertraf die Realität diese Vorstellung noch. Kaum war die Tür geöffnet stürzte eine Gestalt herein und riss Akarin mit sich zu Boden. Schnell wandte er den Blick wieder nach draußen und hatte es sehr eilig die Tür wieder ins Schloss zu drücken, hatte er doch in diesem Moment den Bären erblickt der wie ein Rammbock auf die kleine Hintertür zu stürmte.

Er schaffte es nicht. Der Bär prallte mit ungeheurer Wucht gegen die Tür und drückte sie wieder ein gutes Stück auf. Tiberias wusste, dass es vorbei war, wenn der Bär es nach drinnen schaffte. So bot er alle Kraft auf um das tobende Ungetüm, dass bereits eine Pranke durch die Tür geschoben hatte, daran zu hindern, was ihm sogar tatsächlich zu einem gewissen Teil gelang, er spürte jedoch wie die Tür Zentimeter für Zentimeter aufgedrückt wurde.

Akarin rang noch immer mit der Gestalt am Boden, während er sich zunehmend in einer aussichtslosen Lage befand. Er meinte seine Muskeln müssten reissen, so sehr versuchte er sich dem ungeheuren Druck entgegenzustemmen, wobei sich ihm ein angestrengter Schrei entrang.

Endlich hatte sich Akarin der Gestalt entledigen können und war mittlerweile dabei sich aufzurichten. Das alles kam ihm selbst unendlich langsam vor. Tiberias fühlte jeden einzelnen Muskel in seinem Körper und seine Atmung begrenzte sich auf kurze keuchende Stöße und trotz all seiner Anstrengungen merkte er erneut wie die Tür ein Stück aufschwang.
Was konnte er nur tun?

Splitterndes Holz riss ihn aprupt aus seinen Gedanken, als die monströse Tatze des Bären in die Tür fuhr, diese aufsprengte und er selbst wie ein Spielzeug davon geschleudert wurde. Noch im Fallen nahm er wieder sein Schwert zur Hand, rollte sich ab und starrte auf die Bestie die den Türrahmen zur Gänze ausfüllte. Angestrengt atmend umfasste er den Griff seiner Klinge fester...

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: Do Jun 03, 2010 8:50 pm 
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Wirtin der Taverne
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Gerade in dem Moment wo Akarin sich aufrichtete, schlug die Tür mit einem Krach nach innen auf.
Tiberias war ebenso schnell wieder auf den Beinen, wie der Bär, der jetzt wild um sich blickte.

Blitzschnell sah Akarin zu Tiberias, der die Frage in ihren Augen mit einem Nicken beantwortete.
Sie hob ihr Schwert und begann zu schreien um den Bären auf sich zu lenken, damit Tiberias in eine bessere Position zum Bären kam, denn wir hatten nur einen Versuch diesen Riesen zu töten.

Der Bär richtete sich zu seiner vollen größe auf und begann einen unverständlichen Tanz. Sein Kopf schlug von links nach rechts und er verdrehte sich, als wolle er sich über die Schulter sehen. Seine Tatzen schlugen wie wild umher und sein brüllen döhnte mir in den Ohren. Ihr fuhr bei dem Schrei den der Bär ausstieß, die Angst durch Mark und Bein und noch bevor Tiberias oder Akarin auch nur einen Hieb ausführten, schlug ihnen bestialischer Uringestank entgegen.

Er machte noch einen tapsigen Schritt in die Küche, dann schlug er der länge nach auf den Boden, wobei seine Tatze, die Bluse Akarins aufriss, die wie gelämt mit offenem Mund dastand und in die offene Tür starrte.

Eine wunderschöne junge Frau, mit einem erhobenen Kurzschwert stand in der Tür. Ihr Blick war wild und ungestühm. Noch immer unbeweglich beobachtete Akarin, wie ganz langsam Bewegung in die kleine Gruppe kam. Sie selbst ging ganz langsam in die Knie um nicht wieder Ohnmächtig zu werden und bekämpfte die Übelkeit die in ihr hochstieg, indem sie den Kopf zwischen die Knie nahm.

Sie hörte wie Tiberias irgendetwas sagte, verstand aber nicht was.
Als sie wieder aufsah, war die junge Frau verschwunden...sie war auch nirgends in der Küche zu sehen. Sie sah Tiberias fragend an. Sie wollte ihn einfach nur umarmen, ihre Beine aber zitterten so, daß sie nicht aufstehen und zu ihm gehen konnte. Sie sah sich stattdessen nach der Person um, die ihnen den Bären ins Haus gebracht hatte und was sie sah, zauberte ein breites Grinsen in ihr Gesicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: Fr Jun 04, 2010 6:00 am 
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Der riesige Bär kippte nach vorn, liess ein letzes verzweifeltes Knurren seiner Kehle entrinnen und dann war Stille. Aufatmende Stille.

Robin sah das Blut aus seinem Fell tropfen. Wer war die Schönheit dort an der Tür gewesen, dieses wunderbare wilde Wesen? Er musste hinterher, musste sie aufhalten musste sie ...

Und dann traf sein Blick die am Boden liegende Frau.
WIRTIN der überglückliche Schrei entquoll seiner Kehle und er stürzte sich auf sie, nichtsachtend, dass auch aus ihrer Brust Blut hervorquoll.
Oh wie habe ich euch vermisst. Und er umarmte sie und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn.
Und wo ist... Robin blickte sich um. Da war er, der stolze Herr, war das ein Schmunzeln auf seinem Gesicht?

Robin hatte dies oft in seinen Gedanken durchgespielt. Wenn er einmal wieder diesem Herren begegnen würde, der ihm unzählige Male das Leben gerettet hatte, der fast ein Held war. Einmal nur wollte er diesem Herren wie ein Mann gegenübertreten und ihm ohne Katastrophe die Hand entgegenstrecken zum Dank.
Und nun lag er hier, halb auf der Wirtin, halb auf einem Bären, zerzaust, seit Tagen ungewaschen.
Robin zögerte. Und bevor er sich aufrappeln konnte ertönte ein Knurren. Laut und ungeduldig.
Sein Magen machte sich bemerkbar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: Sa Jun 05, 2010 9:19 pm 
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Tiberias brauchte ersteinmal einen Moment um das Erlebte verarbeiten zu können. Noch immer schwer atmend blickte er vollkommen geistesabwesend auf den toten Bären hinunter. Wieder musste er an die Kriegerin denken die den Bären niedergestreckt hatte und die von wilder, wunderschöner Natur gewesen war. Gedankenverloren murmelte er ein paar unverständliche Worte vor sich hin.

Zurück in der Realität blickte er zu Akarin hinüber, die auf zitternden Beinen stand und gerade im Begriff war in die Knie zu gehen. Bevor Tiberias selbst sich auch nur in Bewegung setzen konnte stürzte die Person die sie soeben gerettet hatten auch schon auf sie zu und nahm sie in die Arme. Er hatte die gestalt noch keiner eingehenderen Musterung unterzogen, so sehr war er noch durch die vorherigen Ereignisse abgelenkt, umso überaschter war er als er eine ihm nur allzu bekannte Stimme vernahm.

Das Lächeln auf Akarins Gesicht war so ansteckend, dass auch er nun den jungen Barden musterte der es immerwieder schaffte sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen.

Willkommen Robin, willkommen....zu Hause. Ich bin mir sicher Euer Weg bis hier her war genau so abenteuerlich wie der unsere, und ich spreche nichteinmal von dem letzten Teil bei diesen Worten deutete er auf das erlegte Ungetüm.

Ich schlage vor Ihr macht es Euch gemütlich, ich möchte nur noch schnell nach Akarins Verletzung die Ihr offensichtlich in Eurer Wiedersehensfreude übersehen habt.

Noch immer lächelnd schob er Robin etwas zur Seite und begutachtete den Kratzer der unter der zerissenen Bluse zu Tage trat. Dieser war zum Glück nicht sonderlich tief und es reichte einen Verband anzulegen, was er auch gleich tat. Als er so ihre Bluse betrachtete schlich sich ein ganz bestimmtes Grinsen auf seine Züge und er ließ es sich nicht nehmen ihr noch einen sanften Kuss zu geben.

Mit einem Blick überzeugte er sich ob mit Akarin auch wirklich alles in Ordnung war und erhob seine Stimme.

Und jetzt sollten wir etwas zu Essen zubereiten, nicht dass Ihr noch verhungert, dabei könnt Ihr, wenn Euch danach ist gern von Euren Abenteuern berichten...

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: Mi Jun 09, 2010 9:19 pm 
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Essen? ESSEN?
Das Wort klang wie Musik in seinem Ohr, untermalt von einem erneuten starken Knurren aus seiner Magengegend.

Oh ja Herr, Essen wäre wünderbar. Und ich freue mich sehr euch wiederzusehen.
Aber was habt ihr für Essen? Auch ihr seht so aus, als ob ihr eine lange Reise hinter euch hättet.


Robins Blick streifte die verletze Wirtin, den stolzen Herren, glitt über die Spinnenweben und verfolgte eine Ratte in der hinteren Ecke der Taverne. Hier gab es viel zu tun. Aber Ratte zum Abendbrot...

Und dann traf sein Blick auf den Bären, der seinen letzten Atemzug getan hatte.
Er schlich sich geran und tippte ihn mit dem Fuss an. Keine Regung, kein Atemzug.

Kommt, helft mir Herr. Und Robin zückte sein Messer. Ich habe ein grossartiges Abendbrot gefunden. Und ein breites Grinsen schlich sich über sein Gesicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: Do Jun 10, 2010 7:11 pm 
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Noch immer mochte sie den Blick nicht von Tiberias wenden, sie spürte noch immer die Wärme seiner Hände auf ihrer Haut, dort wo er ihre Kratzer verbunden hat.

Sie schüttelte den Kopf um diesen Zustand zu beenden, es gab mehr zu tun als...na ja am liebsten....langsam schlich sich eine leichte Röte in ihr gesicht. Jetzt begann sie zu lachen und schüttelte noch einmal den Kopf und wandte sich Robin zu.

Robin, ...sie grinste ihn an
Bitte, nicht hier in der Küche, lasst uns den Bären in den Schuppen bringen zum ausnehmen, denn ich möchte nicht noch Wölfe oder sonstige Raubtiere hier haben, die an unsere Tür klopfen

Sie drückte noch einmal Tiberias Hand, dann ging sie zu Robin, der sie aus großen Augen hungrig angrinste, drückte ihm einen Kuss auf die Wange und sagte

Wenn ihr das erste Fleisch habt, bringst du es mir und ich mache uns einen schönen Eintopf, schlafen kann jetzt denke ich, keiner von uns. Ich geh mal in den Gemüsegarten, vielleicht finde ich ja noch das eine oder andere

Sie nahm sich ein längeres Holzscheit, umwickelte es mit ein wenig Reisig und machte die provisorische Fackel im Herdfeuer an, nahm einen Korb und machte sich auf den Weg in den alten Gemüsegarten, wobei sie mit einem Schaudern über den Bären stieg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: So Jun 20, 2010 11:37 am 
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Tiberias bezweifelte es ernsthaft, dass Akarin in dem nun so lange verlassenen Gemüsegarten noch irgendetwas anderes als Unkraut und verwilderte Schlingpflanzen vorfinden würde, doch wer weiß vielleicht war tatsächlich noch das ein oder andere essbare dabei.
Er betrachtete noch eine ganze Weile die Tür durch die sie mit ihrer improvisierten Fackel das Wirtshaus verlassen hatte, zumindest kam es ihm so vor, dass er noch eine ganze Weile so da stand, doch als er aufblickte war Robin gerade erst dabei grinsend das Messer anzusetzen.
Ein Gutes hatte es ja, dass Robin andauernd in Schwierigkeiten geriet, zumindest für heute erübrigte sich die Suche nach Essen, und wenn er sich den Bär so besah, dann eigentlich auch für den darauffolgenden Tag.

Auch Tiberias zog seinen Dolch aus dem Gürtel und gemeinsam begannen sie dem toten Bären das Fell abzuziehen.
Robin, wie geht es eigentlich Ria und den Kindern, es ist doch recht lange her dass ich sie das letzte Mal sah, und sagt mir jetzt nicht Ihr habt sie sitzen lassen meinte er zu Robin als sie damit fertig waren den Bären auszunehmen.

Im ersten Moment war er sich nichteinmal sicher ob der Barde seine Frage überhaupt gehört hatte...

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 Betreff des Beitrags: Re: Rückkehr...
BeitragVerfasst: So Jun 20, 2010 8:33 pm 
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Die kühle Nachtluft ließ die Fackel bedenklich flackern, als Akarin damit den verwilderten Garten betrat. Der Zaun, der die Wildtiere fernhalten sollte, war zum Teil eingebrochen und man konnte sehen, daß Wildschweine die Erde duchwühlt haben. Zielstrebig ging Akarin auf die gegenüber liegende Seite des Gartens, vielleicht ließ sich ja noch einiges finden.
Unter einem Wust von Unkraut, daß sie ohne Rücksicht auf ihre Hände ausriss, fand sie tätsächlich eine Reihe Zwiebeln. Alles andere war vertrocknet oder vom Unkraut verdrängt worden. Während sie noch zu den Beetreihen ging, in denen ihrer Meinung nach noch ein paar wenige Kräuter stehen konnten, überlegte sie, ob sie die Taverne wirklich wieder auf Vordermann bringen sollen. Das macht eine Menge arbeit und vielleicht ist es all dies nicht Wert.


In Gedanken vertieft zupfte sie hier und dort einiges ab, roch daran und tat es dann in ihre Tasche. Gerade in dem Moment als sie sich aufrichtete, trat die junge Frau, die den Bären erlegt hat zu ihr.

Ahh

Akarins Herz schlug wie wild in ihrer Brust und sie ließ vor schreck, die Fackel fallen. Gleichzeitig bückten sich die Frauen um die Fackel wieder aufzuheben und schlugen dabei so stark mit den Köpfen zusammen, das sie fast zu Boden gingen. Das Geheule, der beiden wurde zueinem Kreichen als der Rock von Akarin an der Fackel Feuer fing. Gleichzeitig schlugen und traten beide auf das Feuer ein bis der Rock gelöscht war.

Die Frauen sahen sich im fahlen Licht des Mondes an und lächelten.

Warum sind sie vorhin weggegangen? Ich ... wir haben ihnen zu danken, sie haben unser Leben gerettet.

Sie nahm die junge Frau beim Arm und ging mit ihr zur Küchentür.
Auf dem Weg redete die Junge Frau auf Akarin ein, die sie nur unverständlich ansah, weil sie deren Sprache nicht verstand. Vor der Küche standen zwei junge Männer, die ebenso wie die Frau aussahen und ihr freundlich zunickten.
Erfreut, darüber das der Bär zerlegt war und die Küche wieder fast sauber roch, traten sie alle ein.

Akarins erster Blick galt allein Tiberias.

Ich habe Besuch mitgebracht

meinte sie lächelnd und rieb sich die dicke Beule, die mitlerweile ihre Stirn zierte.

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