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BeitragVerfasst: Sa Jan 23, 2010 7:33 pm 
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Registriert: Mi Mai 27, 2009 2:26 pm
Beiträge: 213
Wohnort: Baden Württemberg
Tiberias machte eine besänftigende Geste mit den Händen und sah Robin an, der mit seinem Redeschwall geendet hatte und ihn nun erwartungsvoll anblickte.

Nur mit der Ruhe Robin...ich weiß sehrwohl, dass Ihr es nur gut gemeint habt, richtig böse bin ich Euch auch nicht wirklich, es ist nur so, dass Ihr mich ziemlich überascht habt. Ich werde es schon überleben, aber was viel wichtiger ist, und da habt Ihr recht, ist die Frage, was nun weiter geschieht.
Akarin und mir ist es gelungen eine kleine Gruppe Piraten, die Stella gefangen genommen hatten, zu vernichten.


Er hielt einen Moment inne und blickte in Richtung der Tür, durch die Ria mit Stella verschwunden war. In seinem Kopf hallten noch immer ihre Schreie wider und unwillkürlich fragte er sich, ob das junge Mädchen jemals wieder Freude würde empfinden können.
Tiberias schüttelte den gedanken ab und wandte sich wieder an den Barden.

Ich vermute jedoch, dass die restlichen Piraten mit ihrem Schiff in einer Bucht im Norden angelegt haben und von dort aus, das Dorf zu überfallen gedenken. Da es mittlerweile schon wieder dunkel und wie es aussieht auch nebelig ist, gehe ich davon aus, dass sie erst morgen angreifen werden, es sei denn sie haben es schon getan. Auf jeden Fall werde ich mich morgen früh ins Dorf begeben.

Er gab ein leises Seufzen von sich. Piraten...wo immer sie auftauchten verbreiteten sie Chaos und Schmerz. Es war sehr wahrscheinlich, dass der Rest der Schiffscrew, die Splittergruppe die sie ausgeschaltet hatten, mittlerweile aufgespürt hatten. Das machte es nicht unbedingt einfacher, vermutlich sannen sie bereits auf Rache. Vielleicht konnte er das ganze ja verhindern...in Gedanken fasste er bereits den Entschluss es zu versuchen...

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Allwissend bin ich nicht, doch viel ist mir bewusst


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BeitragVerfasst: So Jan 24, 2010 11:20 am 
Das Baby hat eine wundersame Wirkung.

Das Schreien aus meinem Kopf verstummt. Ich fühle mich leer, verlassen und stumpf.
Aber Ria lässt mich nicht nachdenken.

Ria drückt mich in ihrem Zimmer auf ihr Bett. Sie legt auch noch Josefine zu mir und sagt: Kümmer dich.

Und dann ist Ria verschwunden. Ich, Stella, allein mit 2 Babies.
Ich möchte Ruhe. Ich möchte nachdenken, ich möchte allein sein. Ich möchte gar nicht mehr sein. ich möchte...

Maria nuckelt an meinem Daumen.

Gefahren lauern überall. Ich werde dem ein Ende setzten, meinem Leben ein Ende setzen...

Josefine lächelt mich an und gurgelt kleine Laute.

Ich werde darüber nachdenken.

Aber erst einmal muss ich wohl die Kinder zum Schlafen bekommen.

Und so lege ich mich mit den beiden aufs Bett, Maria links, Josefine rechts, jede bekommt einen Finger zum knabbern und ich singe das Lied meiner Heimat.


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BeitragVerfasst: So Jan 24, 2010 11:34 pm 
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Wirtin der Taverne
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Registriert: Sa Mai 30, 2009 12:07 pm
Beiträge: 336
Mir stehen immernoch die Haare zu Berge, bei dem Gedanken an Stellas Schrei. Genau eine solche Gänsehaut bedeckte ihre Arme, bei dem Gedanken, was passiert wäre, wenn Robin Tiberias schlimmer verletzt hätte. Sie untersuchte die Beule, die sich bildete und sammelte noch vereinzelte kleine Scherbenstückchen aus seinem Haar, während Robin und Tiberias sich über die Piraten unterhielten.

Sie war müde und am liebsten würde sie einfach für ein paar Tage schlafen wollen... hm aber wo sie so in Tiberias Haaren wühlte um sich dir Verletzung anzusehen... ein Bad wäre auch nicht schlecht.


Wenn wir morgen ins Dorf reiten wollen, ich denke du weißt, daß ich dich nicht allein gehen lasse, dann sollten wir überlegen wen wir alles mitnehmen. Im Grunde müssten wir alle zum Dorf gehen. Wir können die Frauen nicht allein hier lassen. Wenn nur wir beide gehen, haben sie niemanden hier, der ihnen Schutz bietet und da ... Wir könnten den Besuch des Dorfes doch gleich mit der fahrt zum König verbinden. Hmm...

Sie schüttelte den Kopf.

Da müssen wir noch drüber reden, ich möchte jetzt einen Eimer heißes Wasser, besser noch ein Bad, aber das is zuviel. Ich will nur diesen Piratengestank und das Blut loswerden, Essen und dann, wenn wir uns einig sind schlafen.

Bei den letzten Worten strich sie Tiberias sanft mit dem Daumen über die Lippen.

Sie füllte einen Eimer mit Wasser und ging in Richtung Treppe. Sie überließ es diesmal Tiberias, daß zu entscheiden. Sie erschauderte. Für einen Moment spürte sie wieder das Gewicht des fetten Piraten auf ihr, als er in der Höhle tot auf ihr lag. Das war sehr knapp gewesen.

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Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.


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BeitragVerfasst: Do Jan 28, 2010 8:10 am 
Mitten in der Nacht wachte ich auf.

Ich wusste genau, was zu tun war.

Ich zog Vaters Mantel an.

Ich ging behutsam und leise die Treppe hinunter, schlich durch die Schankstube, die Küche, hinaus in die Freiheit.

Endlich würde ich frei sein.

Und bei Mutter.

Das grosse Seil fand ich neben dem Schuppen, ich warf es mir über die Schulter.

Barfuss wie ich war, tapste ich im Vollmondlicht auf den Wald zu.

Es war sehr still.
angenehm still.

Ich ging noch ein Stück in den Wald hinein.

Dann sah ich ihn.
Den grossen Baum, gut genug um hochzuklettern und das Seil zu befestigen.

Ich hatte etwas Schwierigkeiten mit den Knoten. Meine Finger waren kalt.
Und mein Hals sehr dünn. Ich musste Vaters Mantel zur Seite schieben,
Um die Schlinge gut um meinem Hals zu befestigen.

Freiheit.
Mutter.
Ich komme.

Und dann liess ich mich vom Baum in die Tiefe fallen.
In die Freiheit.
Nur gehalten in der Wirklichkeit durch ein Seil um meinen Hals.

Ich hörte den Knacks aus meinem Hals in meinen Ohren, als Befreiung von jeglichem Übel, Befreiung von Angst. Befreiung von Wirklichkeit.

Freiheit.


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BeitragVerfasst: Fr Jan 29, 2010 6:47 pm 
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Registriert: Mi Mai 27, 2009 2:26 pm
Beiträge: 213
Wohnort: Baden Württemberg
Noch lange in die Nacht hinein hatten Tiberias und Robin beieinander gesessen und beratschlagt und schließlich hatte sich auch der Barde zusammen mit seiner Ria zurückgezogen. Und so trottete auch er selbst die Treppe hinauf, die vor ein paar Stunden Akarin ebenfalls hinauf gegangen war.

Oben herrschte eine angenehme Stille, Zeichen dafür, dass alle in ihren Betten lagen und schliefen, und tatsächlich lag auch Akarin schon schlafend in ihrer gemeinsamen Kammer. Tiberias konnte nicht verhindern, dass sich ein kleines Lächeln auf sein Gesicht stahl. Leise streifte er Stiefel und Mantel ab und legte sich vorsichtig neben sie.

So war er dann auch gerade im Einschlafen begriffen, als er durch die geschlossene Tür leise Schritte wahrzunehmen glaubte. Zuerst war er sich nicht sicher, ob es sich nicht um die ersten Anzeichen des Schlafes handelte, doch spätestens als die Schritte auf der Treppe zu hören waren, richtete er sich nocheinmal auf und warf einen fragenden Blick in die Runde.

Seltsam...die Tür zu Stellas Zimmer stand offen und er hätte schwören können, dass gerade unten die Tür geschlossen wurde.

Was ist denn hier los...? murmelte er mehr zu sich selbst als er beschloss dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

Draußen war es tiefste Nacht, jedoch nicht mehr so kalt, wie sonst auch und der Vollmond stand hoch am Himmel. Da waren Spuren im Gras, die in Richtung Wald führten.

Tiberias ging, den Blick auf die Fährte gesenkt, weiter, bis er in einiger Ferne etwas an einem Baum hängen sah. Sein ungutes Gefühl wandelte sich schlagartig in soetwas wie Gewissheit, während er langsam weiter ging.

Schweigend stand er in der Nacht und blickte auf Stellas leblosen Körper, der leicht im Wind schwankte. Er zog seinen Dolch hervor, kappte das Seil und ging das junge Mädchen zurück in das Wirtshaus und legte sie auf einen Tisch in der Schankstube. Mit leiser, ausdrucksloser Stimme meinte er in der Kammer stehend

Akarin...Akarin, wacht auf. Stella ist tot.

Während Akarin ihn verschlafen anschaute und erst langsam das Begreifen auf ihrem Gesicht sehen konnte, fragte sich Tiberias einmal mehr, wieso alle Besucher der Taverne früher oder später zu schaden kamen...

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BeitragVerfasst: Fr Jan 29, 2010 11:12 pm 
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Wirtin der Taverne
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Registriert: Sa Mai 30, 2009 12:07 pm
Beiträge: 336
Akarin...Akarin, wacht auf. Stella ist tot.

Sie schaute Tiberias an. Stella ist tot. Sie hatte seine Worte gehört.
Akarin...Akarin, wacht auf. Stella ist tot. Langsam dämmerte es ihr und sie mit sprang mit einem Satz aus dem Bett und packte ihn an seinem Unhang, der feucht und kalt war.

Nein

Sie sah ihn an und obwohl sie mit dem Kopf schüttelte, wußte sie daß er die Wahrheit sagte. Er würde mit so einer Nachricht keine Scherze machen.

Wo ist sie?

Flüsterte sie. Viele Gedanken gingen ihr durch den Kopf, warum nur, war nur einer von vielen und alle drehten sich nur darum, das nichts mehr wirklich sicher war.

In der Schenke lag sie. Auf einem Tisch, den Strick noch um den Hals, der Kopf leicht abgewinkelt.
Tiberias brachte Stella auf ihre Bitte hin in die Küche. Durch ihre Geräuche aufgewacht, stand die Köchin mit einem Mal vor ihnen. Mitleidig sah sie auf das Mädchen in Tiberias Armen.

Legt sie hier ab, hoffentlich findet ihre Seele nun ihren Frieden

Sie bekreuzigte sich und legte eine alte Decke auf den Tisch.

Tiberias, würdt ihr mit Robin am Waldrand ein Grab aus heben. Regina und ich werden Stella waschen und herrichten und morgen Früh, werden wir sie beerdigen. Ich denke es ist an der Zeit, die Taverne zu verlassen. Vielleicht können wir einen neuen Anfang machen, in eurem Dorf. Es gibt dort viele, die eure Hilfe brauchen können. Lasst uns gehen, wenn wir Stella beerdigt haben.

Sie drehte sich zum Kessel, der über dem Feuer hing und machte eine Schüssel Wasser fertig. Als sie sich wieder den anderen zuwandte, rannen Tränen über ihre Wangen. Sie schüttelte leicht den Kopf als Tiberias sich ihr näherte, schenkte ihm ein trauriges Lächeln und begann Stella aus dem Mantel zu wickeln. Mit ruhigen bewegungen entfernte Regina den Strick von ihrem Hals und Tiberias ging um Robin zu holen.

Leise und ohne Worte näherte sich Ria und half den beiden, die Kleine in ein sauberes Hemd zu kleiden und zu kämmen.

Herr, in deine Hände befehlen wir die Seele Stellas.

Amen

Abrupt drehte sich Akarin um und ging in die Taverne. Sie ging ein letztes Mal, durch alle Räume und als wüßten die anderen, daß sie jetzt allein sein musste, versammelten sie sich alle im Hof, bei den gepackten Wagen und der roten Kutsche, in der schon Ria mit den Kindern saß. Der Knecht und die Jungen hielten die Tiere an Stricken und warteten darauf, daß Tiberias und Robin das einfache Kreuz auf Stellas Grab stellten.
Die Köchin stieg zu Ria, als Akarin aus der Tür trat und diese verschloss.

Sie lächelte Tiberias sanft an, stieg auf ihr Pferd und ritt ohne sich noch einmal umzudrehen, mit den anderen in eine neue Zukunft.

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